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Islay Whisky – Single Malt der Extraklasse

Viele herausragende Whiskys werden auf der Hybriden-Insel Islay (sprich Ei-lah) destilliert. Das Handwerk des Whisky-Brennens wurde hier über Jahrhunderte hinweg perfektioniert und der Whisky findet perfekte klimatische Bedingungen vor, um im rauen schottischen Klima über Jahre hinweg, zu dem zu reifen, was ihn und die Region weltbekannt gemacht hat.

Wo liegt Islay?

Islay gehört zu den Inneren Hebriden, einer schottischen Inselgruppe, die geographisch etwa zwischen der irischen Nord- und der schottischen Westküste liegen. Islay gehört zur Council Area Argyll and Bute westlich der Insel Jura und rund 25 Meilen nördlich der irischen Küste, die an klaren Tagen zu sehen ist.

Die wichtigsten 200 Quadratmeilen der Whisky-Welt

Die Region stellt die wohl wichtigsten 200 Quadratmeilen in der Whisky-Welt dar. Deren Ruhm kommt von den neun Brennereien, die derzeit in Produktion sind, und den ausgedehnten Torfvorkommen der Insel.Die südlichen Destillerien heißen Ardbeg, Laphroaig und Lagavulin, die nördlichen tragen die klingenden Namen Bruichladdich und Bunnahabhain.

Wahrscheinlich waren es irische Mönche des 14. Jahrhunderts, die die Kunst des Destillierens nach Islay brachten. Die Insel war klimatisch bestens zum Anbau von Gerste geeignet, Torf war im Überfluss vorhanden und die Wasserquellen waren klar und rein. Bis heute hat sich an diesen besten Voraussetzungen zur Herstellung eines edlen Whiskys nichts geändert.

 

Die Brennereien auf Islay sind:

  • Ardbeg
  • Bruichladdich
  • Bunnahabhain
  • Lagavulin
  • Kilchoman
  • Bowmore
  • Caol Ila
  • Laphroaig und
  • Port Charlotte, die voraussichtlich 2016 wieder eröffnet wird.

Die Whiskys lassen sich nach der Menge Torf unterscheiden, die sie verwenden. Die kräftigsten Whiskys (von Bruichladdichs eher ungewöhnlichem Octomore abgesehen) werden von Ardbeg, Lagavulin und Laphroaig hergestellt.
Im Mittelfeld bewegen sich Bowmore und Caol Ila. Die Whiskys, die von Bruichladdich und Bunnahabhain hergestellt werden, sind gemessen am Torfgehalt die leichtesten. Beurteilt man den New Spirit von Kilchoman, wird dieser allerdings sehr kräftig werden, wenn er die Marktreife erreicht hat.

In der Vergangenheit waren folgende Brennereien tätig: Port Ellen wurde 1983 geschlossen, Lochindaal und Port Charlotte schlossen bereits 1929. Die Gebäude von Port Ellen sind allerdings noch in Betrieb, dort wird die Gerste für die Brennereien der Insel gemälzt. Die Lagerhäuser der ehemaligen Brennerei in Port Charlotte wurden im Mai 2001 von Bruichladdich reaktiviert.

Das Besondere am Islay Single Malt

Torf wird bis heute neben seiner Verwendung bei der Destillation von Whisky als Brennstoff verwendet. Dass er auf der Insel Islay allgegenwärtig ist, kann an der bräunlichen Färbung des Wassers erkannt werden. Durch die salzige Gischt vom Atlantik her ständig befeuchtet und immer wieder durch sanfte Brisen getrocknet, wird er zum Hauptcharakteristikum im Geschmack der Islay Whiskys.
Die Besonderheiten der Insel Islay – Lage, Klima, Boden – sind somit am Endprodukt Whisky deutlich erkennbar und machen ihn zu einem charakteristischen Scotch.

Gerade weil die Islay Single Malt Whiskys zu den aromatischsten der Welt gehören, scheiden sich die Geister der Experten: Ist er aus diesen Gründen der einen Liebling, wird er von anderen gerade deshalb nicht so geschätzt. Je nach Sitz der Destillerie im Norden, der Mitte oder im Süden ist das rauchige Torfaroma stärker oder schwächer.
Islay Single Malts sind genau deshalb von den Speysides (jene Whiskys aus der Region um den Fluss Spey im Nordosten Schottlands) leicht zu unterscheiden.
Hinter dem rauchigen ersten Eindruck verbergen sich im weiteren Verlauf und Abgang zarte Moosaromen und andere würzige Noten.
Experten charakterisieren den Islay mit den Attributen torfig und rauchig, süß und malzig, aber auch leicht phenolisch (arzneimittelähnlich) und mit Noten von Jod und Seetang versehen. Er gehört zu den kräftigsten Single Malts überhaupt.

Doch nicht alle heimischen Destillate sind von solch forscher Natur sondern überzeugen mit zarteren Noten. Es ist also auch die vorhandene Vielfalt, die zu faszinieren weiß.
Dennoch verbinden die meisten Genießer die Insel Islay zu Recht in erster Linie mit sehr kräftigen Whiskys. Das Geheimnis des besonderen Aromas liegt größtenteils in der geräucherten Gerste. Dem Rohstoff, aus dem später der Whisky gebrannt wird. Aber auch die abgeflämmten Eichenfässer, in denen der Whisky vielfach heranreift, hat seinen Anteil an der außergewöhnlichen Ausprägung des typischen Islay-Aromas.

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Scotch Whiskys

Islay Whisky gehört zu den Schottischen Whiskys, die in mehr als hundert Destillerien auf schottischem Boden hergestellt werden. Nur ein Whisky, der in einer der verschiedenen Regionen Schottlands gebrannt wurde, darf sich als Scotch bezeichnen. Er darf nur aus Getreide und Wasser hergestellt und muss mindestens drei Jahre lang in einem Eichenfass bestimmter Größe in Schottland gelagert werden. Für eine bessere Farbe darf Lebensmittelfarbstoff zugegeben werden.
Nach der ersten Brennung weist das Produkt einen Alkoholgehalt von 60 bis 95 % auf. Vor der Abfüllung wird dieser meist auf 40 bis 46 % reduziert, ausgenommen sind Fassabfüllungen oder „cask strengths“, die hier bei etwa 60 % doch um einiges höher liegen.

Begriffe im Bezug auf Whiskys

Ein echter Whisky Kenner unterscheidet zwischen Single Malts und Blends. Fast alle hochqualitativen Whiskysorten – vor allem die aus Schottland – kommen aus einer einzigen Destillerie. Dabei ist es egal, ob die Destillerie die Ergebnisse verschiedener Brenndurchläufe oder die Whiskys verschiedener Fässer miteinander vermischt – ein solcher Whisky ist immer ein Single Malt.
Ein Blend ist eine Mischung von Whiskys aus zwei oder mehreren Brennereien, muss deshalb jedoch auf keinen Fall von schlechter oder schlechterer Qualität sein. Er entspricht aber meist nicht den hohen Qualitätsanforderungen der Single Malts, was sich auch im Preis deutlich niederschlägt.

Whisky richtig genießen

Ein edler Whisky sollte im richtigen Glas getrunken werden, also eines einem Cognacschwenker ähnliches Glas. Tulpenförmig oder bauchig verhilft es dem Whiskyaroma sich auszubreiten und zu entfalten. Ähnlich wie bei Weinverkostungen sollte vorerst am Whisky intensiv gerochen, die Schlieren, die sich am Glasrand bilden müssen ebenso beachtet und die Farbe eingeordnet werden. So lernt der Whiskytrinker langsam die feinen Unterschiede dieses edlen Getränks zu unterscheiden.
Beim mehrmaligen Riechen können mit der Zeit und Übung Duftstoffe wie Rauch, Fruchtigkeit, Salzanteil, Süße oder Holzanteil erkannt werden.

Ein feines Nippen am Glas, ein Verteilen des Getränks auf der Zunge gibt erste Eindrücke über Aromen und Geschmack, beim Herunterschlucken und gleichzeitigen Öffnen des Mundes entfaltet sich der Abgang. Kenner trinken Whisky bei Raumtemperatur und ohne Eis, denn nur so kann er voll zur Entfaltung kommen und intensiv genossen werden. Manche schwören auf leichtes Verdünnen mit Wasser, da damit der Alkoholgehalt ein wenig herabgesetzt wird und die Sinnesorgane Nase und Zunge aufnahmefähiger sind.